
Florian Drexler

​​16 Schüler:innen der GTVS Neubau, im Alter von
7 – 10 Jahren, entwickeln gemeinsam mit dem
Theatermacher Florian Drexler ein Theaterstück. Ausgangspunkt ist Orwells „Farm der Tiere“.
Während der Stückentwicklung wurden viele Fragen gestellt und noch mehr Antworten gefunden. Was bedeutet eigentlich Demokratie? Wie können Menschen miteinander fair leben? Was ist der Unterschied zwischen Nachrichten und Werbung? Was ist der Unterschied zwischen Mensch und Tier? Und wer ist hier eigentlich verkleidet? Die Tiere oder die Menschen?
​
Drdr. hat einen Bauernhof auf dem ganz vielen Tiere leben. Jedoch behandelt Drdr. ihre Tiere sehr schlecht. Die Tiere müssen hart arbeiten um Drdr. ihr Luxus-Leben zu ermöglichen. Irgendwann jedoch reicht es den Tieren: Sie verjagen Drdr. und übernehmen den Hof. Gemeinsam bestimmen sie nun die Regeln nach denen sie leben. Dabei haben alle Tiere eine Stimme und können mitbestimmen. Doch nicht alle wollen mit dem Kopf arbeiten und sich um den Hof kümmern. Einige wollen lieber Videos schauen oder Dinge einkaufen. Da scheint es naheliegend, dass die Kopfarbeiter mehr als die anderen erhalten. Doch mit der Zeit beginnen die Kopfarbeiter ein ähnliches Luxus-Leben wie Drdr. zu führen und die anderen Tiere schlecht zu behandeln. Als der Bauernhof dann touristisch ausgeschlachtet und Handel mit den Menschen betrieben werden soll, wagt kein Tier mehr sein Wort gegen die Kopfarbeiter zu erheben.
Oder vielleicht doch?
​
Schauspiel: (Schüler:innen der GTVS Neubau) Alexandra, Anna, Ariadni, Ava, Ava, Bruno, Doris,
Elisa, Florentina, Kyliane, Lorena, Lotti, Marlene, Mei, Mia, Olivia
Regie :Florian Drexler
Premiere: 26.05.25; 18:00
Weitere Vorstellungen: 27.05, 9:00 und 10:30; 28.05. 9:00 und 18:00
Karten: kinderkultur@wuk.at
Wien 0815
Wien0815 ist das Produkt einer Coronabedingten Zusammenarbeit von Sophie Bösker (Filmemacherin), die sich mit unterschiedlichen Filmformaten und der Grenze zwischen Dokumentation und Fiktion beschäftigt und Florian Drexler (Theaterregisseur, Schauspieler und Musiker), der inmitten der Pandemie nach einer
Form suchte um seine experimentellen und sozialpolitischen Theaterstücke einem
Publikum zeigen zu können. Daraus entstand ein halbdokumentarischer Episodenfilm, der unterschiedliche Künstler:innen „zu Bild kommen lässt“ und mit verschiedenen Filmformaten spielt.
Der Film zeigt eine Liebesgeschichte. Er erzählt von zwischenmenschlichen Begegnungen und skizziert die Ambivalenz der Menschen und das Verstecken der eigenen, unliebsamen Charakterzüge vor sich selbst und anderen.
Die Verbindungen zwischen den Figuren sind lose, das Licht sanft, die Dialoge flüchtig. Über allem liegt ein bedeckter Himmel. Die Stille der Lockdowns drückt auf die Stadt. In Aquarium-artiger Stimmung schnurrt das Leben 0-8-15-mäßig dahin. Welche Extreme definieren das weichgetönte Mittelmaß? Wie kann man als Künstler:in leben? Man weiß es nicht. Hochfahrende Illusionen gibt es nicht. Jede und jeder wurschtelt dahin. Dennoch durchzieht ein gewisser Trost die Szenerie. Er wird von der Zärtlichkeit oder zumindest der Rücksicht im gegenseitigen Umgang wachgehalten. „Wien 0815“ ist eine liebevolle Hommage an die Stadt Wien und das Leben in der Pandemie.
​
"Die Serie zieht aus der notwendigen Reduktion viel Authentizität, Charme und Unbeschwertheit. Mikrodramen statt Plottwists, warmes Licht, intime Kameraführung, ungekünstelte Dialoge, leiser Humor durchziehen die Miniserie." (APA, 18.12.2024)
​
​​
Episoden-Film, 6 Episoden 9-15 Minuten/ Österreich 2024
Gefördert vom Bundesministerium für Kunst, Kultur und Sport
Text und Produktion: Florian Drexler und Sophie Bösker
Regie: Sophie Bösker
Kamera: Nepomuk Bösker